Entgelttarifvertrag bundesverband der systemgastronomie

[65] Eurofound (2015), Tarifverhandlungen in Europa im 21. Jahrhundert, Veröffentlichungsbüro der Europäischen Union, Luxemburg. Lozier, M.-F. (1993).  » In A. Jobert et al., Les Conventions collectives de branche : déclin ou renouveau ? (S. 151-167). Nr. 65. Paris : Céreq, La Documentation franéaise.

In allen OECD-Ländern können sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenschließen, um ihre Interessen und Anliegen zum Ausdruck zu bringen und über die Beschäftigungsbedingungen zu verhandeln. In den letzten Jahrzehnten wurde dieser Prozess der kollektiven Vertretung und Verhandlung jedoch durch eine Reihe von Herausforderungen auf die Probe gestellt. Politische Reformen haben den Umfang und die Funktionsweise der Tarifverhandlungssysteme verändert. Gleichzeitig sind die Zahl der Tarifverhandlungen und die Zahl der Gewerkschaftsbeschäftigten gesunken. Das erste Kunden-Kontaktzentrum ist eine französische Gruppe, die weltweit tätig ist. Im Jahr 2009 wurde das Unternehmen neu organisiert, was zur Entwicklung einer Muttergesellschaft führte, die aus leitenden und professionellen Mitarbeitern besteht, die vier operative Gesellschaften im Großraum Frankreich leiten. Die Muttergesellschaft unterzeichnete bei dieser Gelegenheit eine Vereinbarung über die Gründung einer Unité économique et sociale (Economic and Social Group – UES), an der fünf Unternehmen beteiligt sind. Jeder hatte seine eigenen obligatorischen jährlichen Verhandlungen, die fünf getrennte Lohnverhandlungen für die Gruppe. Anfang 2009 beschäftigte das untersuchte Kundenkontaktzentrum rund 6.800 Mitarbeiter, davon 80 % Mitarbeiter, 12 % Vorgesetzte und 8 % Führungskräfte. Das zweite Kundenkontaktzentrum gehört ebenfalls zu einer französischen Gruppe.

Diese Gruppe ist zu 100 % an einem Unternehmen mit Sitz in Frankreich und an einem anderen Unternehmen mit Sitz in Marokko beteiligt. Die Mitarbeiter verteilen sich auf ein Dutzend Standorte in Frankreich und zwei Standorte in Marokko. In Frankreich wurden Ende 2009 mehr als 3.300 Mitarbeiter eingestellt, davon 96 % ETAM und 4 % Führungskräfte. Das dritte Kunden-Kontaktzentrum gehört zu einer großen Outsourcing-Gruppe. Die Gruppe mit Sitz in Frankreich hat sechs Standorte in Frankreich, einen Standort in Tunesien und einen Standort in Spanien. Sie beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter (die Hälfte davon an den französischen Standorten). Im Jahr 2009 waren an den sechs französischen Standorten rund 82 % angelernte oder ungelernte Angestellte, 13 % Vorgesetzte und 5 % Führungskräfte und Berufstätige beschäftigt. Dieses Call-Service-Center veranstaltet, wie auch das zweite untersuchte Beispiel, eine einzige obligatorische jährliche Verhandlungsrunde am Hauptsitz. Das vierte und letzte untersuchte Kontaktzentrum hat seinen Hauptsitz und seinen Hauptstandort in der Region Paris, zu dem zwischen 2003 und 2009 schrittweise sechs weitere Standorte – finanziell und rechtlich autonom – hinzukamen. Das Unternehmen betreibt sieben Kontaktzentren in der Nähe von Paris. Sie sagt, dass sie beschlossen hat, nicht Offshore zu entwickeln.

Es beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter und hält für jedes Zentrum eine obligatorische jährliche Verhandlungsrunde ab. 62Das endgültige Profil, die Lohnregulierung nach Industrie, ähnelt der klassischen Darstellung des französischen Systems der Arbeitsbeziehungen als ein System, das vor allem auf Tarifverträgen auf Industrieebene beruht. Die Besonderheiten der betroffenen Unternehmen und die Schwäche der dort geführten Verhandlungen machen die Industriezuleines zu einem wichtigen Standort der Lohnregulierung, wie bereits in zahlreichen Studien festgestellt wurde (Jobert, 2003).

 

 

 

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